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TIPPS UND
INFORMATIONEN RUND UMS BOOT
QUELLE: SVB.DE
THEMEN:
Bitte auf das jeweilige Thema
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Ankerwinden,
Ankern,
Elektronik,
Lichterführung,
Luken und Fenster,
Absperrventile,
Borddurchlass,
Größen von Schläuchen und
Schellen,
Lenzpumpen,
Sicherheit an Bord,
Brandbekämpfung,
Spachtelmasse,
Sendekegel von Fischfindern,
ANHÄNGERWINDEN
Bei Verwendung einer Winde können u.U. große
Kräfte auftreten. Deshalb an dieser Stelle einige Tips zur
Auswahl der geeigneten Winde für Ihre Anwendung:
Neigungswinkel, Reibungsfaktoren und Gewicht des Bootes sind
u.a. Faktoren, die die Größe der richtigen Winde beeinflussen.
Üblicherweise kann man von einem Faktor 2:1 ausgehen, d.h. für
ein Bootsgewicht von 1500 kg ist eine Winde von 750 kg
Zugkraft (vertikal) erforderlich. Das Verhältnis kann sich auf
2.5:1 bis 3:1 verbessern, wenn leichtgängige Trailerrollen
verwendet werden. Es verschlechtert sich bis auf 1:1, wenn Sie
Ihr Schiff über einfache Holzklötze ziehen müssen. Im
Zweifelsfall und unter harten Einsatzbedingungen (Salzwasser)
gilt auch hier die Regel: lieber eine Nummer größer wählen.
Wichtig: niemals eine Verlängerung für die Winchkurbel
verwenden!
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Ankern:
RICHTIG
ANKERN:
1 . Länge der Ankerkette
Achten Sie auf eine ausreichend lange
Ankerkette bzw. Ankerleine. Die Länge sollte mindestens 5-6 x
Wassertiefe + Freibordhöhe betragen. Eine Verdoppelung der
Kettenlänge bringt auch etwa eine Verdoppelung der Haltekraft
mit sich. Bei einer Kettenlänge von nur etwa 1 : 3 wird die
Haltekraft des Ankers enorm beeinträchtigt.
2. Ankermanöver unter Motor
Lassen Sie den Anker herab und fahren mit
langsamer Fahrt rückwärts. Wenn Sie merken, dass der Anker
sich eingräbt, geben Sie etwas mehr Gas, bis der Anker richtig
greift. Fahren Sie zu schnell rückwärts, wird der Anker über
den Grund schlingern und sich nicht eingraben. In Gebieten mit
Tidenhub oder bei schlechtem Wetter bringen Sie zwei Anker in
verschiedenen Richtungen über den Bug aus. Falls sich ein
Anker losreißt, hält immer noch der Zweite. Es gibt keinen
Anker, der sich mit 100%iger Sicherheit wieder eingräbt. Wenn
der Anker ordentlich sitzt, belegen Sie die Kette bzw.
Ankerleine auf einer stabilen Klampe.
3. Aufholen des Ankers
Unterstützen Sie das Anker-Auf-Manöver mit der
Hauptmaschine. Sitzt der Anker sehr fest, holen Sie die Kette
kurzstag und warten einen Augenblick. Bei sehr festsitzendem
Anker bringen Sie Ihre Yacht in eine Position über dem Anker.
Belegen Sie die Ankerleine auf einer kräftigen Klampe und
setzen dann langsam mit der Maschine zurück, um den Anker
auszubrechen. Ein Überfahren des Ankers nach vorne erfordert
einen erheblich höheren Kraftaufwand.
4. Ankergründe, Ankertypen
Alle weichen Ankergründe, wie Schlick oder
Schlamm, führen zu einer deutlichen Reduzierung der
Haltekraft. Prüfen Sie daher sorgfältig, daß der Anker sich
richtig eingegraben hat und stecken Sie, wenn nötig, eine
längere Ankerkette. Es gibt keinen Universalanker, der auf
allen Ankergründen optimal hält. Bedenken Sie bitte
zusätzlich, daß der beste Anker oder die schönste Kette nichts
nützt, wenn z.B. die Schäkel und Verbindungsglieder oder die
Belegklampe an Deck nicht den auftretenden Belastungen
gewachsen sind.
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Elektronik:
BATTERIETYPEN:
Bleisäure-Batterien
Konventionelle Nasszellen-Batterien werden von
der Automobilbranche häufig als Starterbatterie eingesetzt und
sind für die Abgabe hoher Ströme in kurzer Zeit konstruiert.
Diese Batterien sind in der Regel mit Schwefelsäure gefüllt
und nicht auslaufsicher. Für den Einsatz auf Booten und
Yachten sind diese Batterien nur eingeschränkt zu empfehlen.
Während des Ladevorgangs kann hochexplosives Wasserstoffgas
entstehen; Daher sollten diese Batterien immer in Räumen mit
ausreichender Belüftung installiert werden. Durch die relativ
hohe Anzahl dünner Platten im Inneren der Batterie, sind
normale Starterbatterien nur eingeschränkt rüttelfest. Die
Zyklenfestigkeit liegt bei etwa 50-80 Zyklen. In LKW´s, Bussen
und Nutzfahrzeugen werden vielfach Heavy-Duty-Batterien
und/oder spezielle Batterien für Antrieb- und Beleuchtung
verwendet. Diese Batterien haben einen wesentlich stärkeren,
mechanischen Aufbau und sind etwa 3 x zyklenfester als normale
Starterbatterien.
Gel-Batterien
Bei mit Gel befüllten Batterien ist die Säure
fest in ein Gel gebunden. Dies macht die Batterien absolut
wartungsfrei und die Gehäuse sind komplett verschlossen.
Gel-Batterien sind absolut kippsicher und können in jeder Lage
eingebaut werden. Ein Gasen der Batterie ist nahezu völlig
ausgeschlossen und die Installation im Innenraum einer Yacht
ist problemlos möglich. Gel-Batterien sind extrem rüttelfest,
auslaufsicher, relativ unempfindlich gegen Tiefentladung und
haben eine sehr geringe Selbstentladung. Die Zyklenfestigkeit
wird bei Gel-Batterien mit etwa 400-500 Zyklen angeben.
Hieraus resultiert bei normalem Bordbetrieb und sachgerechter
Anwendung eine Lebenserwartung von mehr als 7 Jahren.
Gel-Batterien lassen sich hervorragend als Verbraucher- und
Servicebatterie an Bord einsetzen. Aufgrund eines geringeren
Kaltstartstroms sind Gel-Batterien als Starterbatterie nicht
so gut geeignet, bzw. müssen entsprechend groß dimensioniert
werden.
AGM-Batterien
Ein weitere wartungsfreier Batterietyp für den
Einsatz auf Booten und in der mobilen Stromversorgung sind
AGM-Batterien. Durch die geschlossene Bauweise sind diese
Batterien auslaufsicher und können in nahezu jeder Lage
betrieben werden. AGM-Batterien sind um ein Vielfaches
leistungsfähiger, robuster und gleichzeitig wirtschaftlicher
im Einsatz, als herkömmliche Batterien. Durch ihren besonderen
Aufbau sind AGM-Batterien in der Lage in kurzer Zeit hohe
Ströme abzugeben und diese auch wieder aufzunehmen. Der sehr
niedrige Innenwiderstand dieser Batterie ermöglicht ein
deutlich schnelleres Laden mit hohen Strömen. Die Ladezeiten
bis ca. 80% Vollladung verkürzen sich im Vergleich mit anderen
Batterietypen erheblich. Dies macht AGM-Batterien insbesondere
für den Einsatz auf Yachten und im der mobilen Stromversorgung
interessant. Die Zyklenfestigkeit von AGM-Batterien ist in
etwa mit denen von Gel-Batterien vergleichbar und liegt auch
hier bei 400-500 Zyklen.
BATTERIEPULSER
Die Herausforderung:
in jeder Blei-Säure
Batterie entsteht bei der Entladung Sulfat! Die Praxis zeigt:
Starter-Batterien defekt nach durchschnittlich 4Jahren,
Traktions-/stationäre Batterien defekt nach durchschnittlich 7
Jahren. Sulfatierung führt zu Batterietot in 90% der Fälle. Sulfatierung entsteht immer, wenn eine Batterie in Ruhe ist
und weder entladen oder geladen wird.
Die Lösung:
vom Prinzip einfach;
Desulfatierungs- Unterstützung auf elektronischem Wege mit
speziellen Impulsen. Die Vorteile: immer 100 %
Batterieleistung verfügbar, die Systemzuverlässigkeit erhöht
sich, Batterie- Lebensdauer-Verlängerung um bis das Drei- bis
Fünffache.
Anwendungsbereiche:
jegliche Bauart von
Blei-Säure-Akkus lassen sich regenerieren, auch Gel- Batterien
(hier dauert der Reinigungsvorgang etwas länger). Ob
Starterbatterien in Oldtimer mit 6V, PKW und Caravan 12V, LKW,
Boot und Flugzeug mit 24V.
Erfahrungen:
die Erfahrungen
zeigen, dass es Anwendungen mit Batterie-Pulsern gibt, bei
denen sich erst nach einem halben Jahr eine Batterie -
Kapazitätserhöhung ergibt, insbesondere bei den großen
Traktionsbatterien.
Generell gilt:
die Pulser-Systeme
sind batteriespannungsabhängig. Bei höheren
Batterie-Kapazitäten entsteht ein Einfluß auf die
Reinigungszeit, d.h. je höher die Kapazität (Ah), desto länger
dauert die Reinigungszeit. Bedenken Sie aber, dass der
Megapulser keine Wunder vollbringen kann. Hat Ihre Batterie
eine andere Schädigung als Sulfation, wie zum Beispiel einen
Zellenkurzschluß oder Bleischlammablagerungen am Boden der
Batterie oder mechanische Defekte, so hilft der Megapulser
auch nichts mehr.
Einbau:
der Batteriepulser
wird direkt zwischen den beiden Batteriepolen an geeigneter,
gesäuberter Fläche mit selbstklebenden Klettstreifen angeklebt
und ggf. mit Kabelbinder gesichert. Der rote Anschluß wird an
dem Pluspol angeschlossen, der schwarze am Minuspol. Eine
Kontroll-LED leuchtet, sobald der Batteriepulser in Betrieb
ist, d.h. Pulse abgibt. Der Pulser hat eine automatische
Abschaltung sobald die Batterie unter die Nennspannung fällt.
Schlußbetrachtung:
nachdem auch in
Europa von zwei großen Batterieherstellern, welche aus
rechtlichen Gründen nicht genannt werden dürfen, zugegeben
wurde, dass die Geräte funktionieren, bei z.Zt. zwei großen
deutschen Automobilkonzernen Planungen im Gange sind, Pulser
in alle Fahrzeuge zu integrieren, dürfte es nur wenige
Argumente geben, auf Batteriepulser zu verzichten.
BATTERIEZUSTAND:
Ein
Voltmeter ist die einfachste und kostengünstigste Art und
Weise zur Batterieüberwachung. Hierbei spielt lediglich der
Messbereich zwischen 10 bis 17 Volt eine Rolle (bei
24Volt-Anlagen natürlich das Doppelte). Es sollten zur exakten
Spannungsmessung nur Zeigerinstrumente mit entsprechender
Skala bzw. besser Digitalinstrumente verwendet werden. Um eine
aussagefähige „Füllstandsmessung“ zu erhalten, sollte die
Batterie nicht unmittelbar vorher geladen oder belastet worden
sein. Als Richtwerte für den Ladezustand gelten folgende
Werte:
12.7 Volt = ca. 100% Ladung
12.5 Volt = ca. 75% Ladung
12.2 Volt = ca. 50% Ladung
12.0 Volt = ca. 20% Ladung
die angegebenen Werte gelten für neuwertige
Batterien. Ältere Batterien, welche eventuell durch
Teilsulfatierung vorgeschädigt sind, weisen oft ähnliche Werte
auf. Unter Belastung bricht die Spannung schnell und deutlich
zusammen. Überwacht der Anwender die Batteriespannung beim
Entladen, dann ist das relative schnelle Absinken der Spannung
ein Zeichen für unzureichenden Ladezustand oder für eine
altersschwache Batterie. Nur durch eine Belastungsprüfung kann
eine Batterie, bei vorhergehender Aufladung, auf ihren
Alterungsgrad hin überprüft werden. Ein Amperemeter
(Strommesser) als Zeiger- oder Digitalinstrument ist ein
geeignetes Gerät zur Überwachung des Lade-/Entladestromes.
BATTERIEN PROFESSIONELL LADEN
Durch den Einsatz immer größerer
Stromverbraucher an Bord moderner Yachten ist es heute
notwendig der Energieversorgung entsprechendes Augenmerk zu
widmen. In Yachthäfen und Marinas mit sehr langen
Versorgungsleitungen und vielen angeschlossenen Verbrauchern
ist es häufig zu beobachten, dass am letzten Steg, an der
letzten Steckdose nur noch eine Spannung von weniger als 200 V
ankommt. Bei Ladegeräten mit herkömmlicher
Transformator-Technik bricht hier Ladespannung/ Ladestrom
zusammen und eine vernünftige Ladung ist nicht mehr
gewährleistet. Bei Überspannung besteht Gefahr, dass die
Ladespannung 14.4 V bzw. 14.8 V übersteigt und die Batterien
Schaden nehmen. Die in den letzten Jahren eingeführte
Schaltnetzteiltechnik (Switch-Mode) mit Strom/Zeit und
Spannungssteuerung IUoUo Ladetechnik ermöglicht ein 100%iges
Laden der Batterien. Im Gegensatz zu einfachen, ungeregelten
230VNetzgeräten wird bei diese Ladegeräten über eine
elektronische Steuerung der Verlauf der Ladephase exakt
gesteuert und geregelt. Die Bauart der Batterien (AGM-, Gel
oder Säure), die Ladeschlussspannung und die Dauer der
Ausgleichsladung sind bei vielen Ladegeräten einstellbar bzw.
werden automatisch berechnet. Ein wichtiger Punkt ist auch die
Temperatur- Überwachung an der Batterie. Dies schützt Ihre
Batterie vor übermäßiger Ladung und vermeidet den Austritt von
Säure. Bei der Dimensionierung bzw. Auslegung der Leistung des
Ladegeräts sind folgende Faktoren zu berücksichtigen: wählen
Sie das Ladegerät nicht zu klein aus! Um eine schnelle Ladung
der Batterien (insbesondere bei AGM- und Gelbatterien) zu
erreichen, kann der Ladestrom bis zu 30% der Batteriekapazität
betragen. Beispiel: für einen Batterieblock mit 200 Ampere
sollte Sie ein 60 Ampere Ladegerät wählen. Sehr oft wird auch
der 12Volt Strombedarf im Hafen vergessen. An Bord kommt
schnell ein Energiebedarf von 100-200 Watt zusammen - dies
sind 10-20 Ampere Leistung die vom Ladegerät aufgebracht
werden müssen und dann zum Aufladen Ihrer Bordbatterien
fehlen. Bei der korrekten Bestimmung des Ladegeräts muss der
12V. Systemverbrauch unbedingt berücksichtig werden.
Kabelquerschnitte und Kabelverluste
Um den Spannungsabfall im Kabel so gering wie
möglich zu halten und eine unzulässige Erwärmung der Kabel zu
vermeiden, ist eine sorgfältige Ermittlung der benötigten
Kabelquerschnitte notwendig. Der Spannungsabfall (Verlust)
zwischen Stromquellen und Verbrauchern darf folgende Werte
nicht übersteigen: der erforderliche Leiterquerschnitt, bei
dem der zulässige Spannungsabfall (V) nicht überschritten
wird, errechnet sich nach folgender Gleichung: da der Strom
immer einen Hin- und Rückweg durch 2 Adern hat, ist die
Leiterlänge doppelt so groß wie die Kabellänge (also z.B. die
Entfernung zwischen Akku und Verbraucher). Die Konstante 56 =
Leitwert von Kupfer.
Positionslaternen :
5% = 0.60V bei einem
12 V Bordnetz.
Sonstige
Verbraucher :
7% = 0.84V bei einem
12 V Bordnetz.
erforderlicher Leistungsquerschnitt (mm²)
2 x Kabellänge (m) x Stromaufnahme (A) : 56 x zulässiger Spannungsabfall (V)
Beispiel:
Eine
25W/12V-Positions-Laterne auf der 12m hohen Mastspitze
Kabellänge von Batterie bis Mastspitze 18m.
Stromaufnahme : bei 12V = 2.1Amp. Zulässiger Spannungsabfall :
max. 5% von 12V = 0.6V
RECHNUNG:
2x18x2,1 durch
56 x 0.6 = 2.25mm²
Gewählt wird der genormte Querschnitt von 2.5mm²/Ader
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LED LAMPEN
Der Einsatz von leistungsstarken LED-Lampen
bietet viele, auch vollkommen neue Einsatzmöglichkeiten.
LED-Lampen strahlen keine schädliche UV- oder
Infrarotstrahlung und enthalten kein Quecksilber. Durch den
extrem niedrigen Stromverbrauch ergibt sich eine deutlich
verbesserte Energiebilanz an Bord und im Vergleich zu normalen
Leuchtmitteln haben LED-Lampen eine wesentlich geringe
Wärmeabgabe. Aufgrund der Langlebigkeit (einige tausend
Betriebsstunden) und der Erschütterungsbeständigkeit - sehr
wichtig im mobilen Einsatz ist mit LED-Technik eine oft
deutliche Kosteneinsparungen verbunden.
LICHTERFÜHRUNG:
DEFINITION NAVIGATIONSLATERNEN
Navigationslaternen sind nach IMO COLREG72
genau definiert:
1. Vollkreislaterne:
ein Licht, das einen Kreis von 360°
ausstrahlt. Sie dürfen je nach Anwendung weißes, rotes oder
grünes licht ausstrahlen.
2. Seitenlaternen:
ein grünes Licht auf der Steuerbordseite und
ein rotes Licht auf der Backbordseite. Beide müssen einen
Bogen von 112,5° exakt geradeaus bis 22,5° achtern zur
Bootsachse ausstrahlen. Auf Schiffen bis 20m Gesamtlänge
dürfen die Seitenlaternen durch eine Zweifarben- Laterne
ersetzt werden. Diese muss mittig auf der Bug- Heck- Achse des
Schiffes sitzen.
3. Hecklaterne:
ein weißes Licht, das so nah wie möglich am
Heck montiert wird und einen Bogen von 135° ausstrahlt.
Montage in Höhe der Seitenlichter.
4. Topplaterne:
ein weißes Licht, das exakt mittig auf der
Bug- Heck- Achse des Schiffes positioniert wird und einen
Bogen von 225° ausstrahlt. Montage min. 1m höher als die
Seitenlaternen (Bb/Stb.). Landläufig wird die Topplaterne als
„Dampferlicht“ bezeichnet; Beides ist richtig.
5. Dreifarbenlaterne (Seglerlaterne):
auf Segelfahrzeugen bis 20m Gesamtlänge dürfen
die Seitenlaternen und die Hecklaterne zu einer, die auf der
Mastspitze montiert wird, kombiniert werden. Sobald das
Segelschiff motorbetrieben wird, ist die Verwendung der
Dreifarbenlaterne unzulässig. Es gelten dann die Regeln für
Maschinenfahrzeuge.
FÜR DIE RICHTIGE LICHTERFÜHRUNG BITTE
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LUKEN UND FENSTER:
Nach neuster Empfehlung, gemäß CE-Bestimmung wird für eine
Fluchtluke mindestens eine lichte Durchgangsöffnung von 1950
cm² empfohlen bzw. vorgeschrieben. Aus praktischen Erfahrungen
empfiehlt sich jedoch eine lichte Größe von ca. 500 x 500mm
einzuplanen. Durch eine solche Luke bekommt man auch einen
gefüllten Segelsack, Decken, Schlafsäcke oder Provianteinkäufe
ins Schiffsinnere gereicht. Befestigungsmaterial, wie
Schrauben und Dichtungen werden von keinem Hersteller
beigelegt. Als Dichtung unter dem Einbaurahmen eignet sich
sehr gut Dicht- oder Moosgummi. Sikaflex ist aufgrund der
enormen Klebkraft nur eingeschränkt zu verwenden. Eine
Demontage ist nur noch durch Ausschneiden möglich.
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ABSPERRVENTILE:
Bei der Auswahl von Absperrventilen für Ihr
Schiff achten Sie bitte auf vollen und vor allem auf glatten
Durchgang im Inneren der Kugel. Ventile, bei denen Sie im
Inneren der Kugel die Befestigung des Handhebels sehen, sind
inakzeptabel, denn es dringt durch die Befestigung Wasser
zwischen Kugel und Ventilgehäuse. Im Winter sprengt der Frost
dann das Ventilgehäuse und die Ventile müssen erneuert werden.
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BORDDURCHLASS
Beachten Sie bitte bei der Wahl von
Borddurchlässen, dass Sie im Unterwasserbereich nur Durchlässe
aus Edelstahl oder Messing installieren. Alle Durchlässe
unterhalb der Wasserlinie sollten durch Absperrventile
gesichert werden, die Schläuche müssen mit 2 Edelstahlschellen
befestigt werden. Oberhalb der Wasserlinie können Sie
Durchlässe aus Kunststoff einsetzen.
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GRÖßEN VON SCHLÄUCHEN UND SCHELLEN
Innendurchmesser in mm
Innendurchmesser in Zoll
12,7
1/2"
15,9
5/8"
19,1
3/4"
25,4
1"
31,8 1
1/4"
38,1 1
1/2"
44,5 1
3/4"
50,8
2"
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oben
LENZPUMPEN
Geringe Mengen Wasser können auf verschiedene
Arten in die Bilge eindringen: durch Kondensation, kleinere
Leckagen, ein undichter Frischwasseranschluß etc. Bei guter
Lüftung trocknet die Bilge dann auch oft von selbst
(Verdunstung). Übersteigt das Wasser eine gewisse Menge, muß
gepumpt werden, denn Wasser in der Bilge hat eine Menge
unerwünschter Nebenwirkungen: nasse Innenverkleidung/
Isolierung bei Lage/im Seegang, bei GFK-Schiffen kann Wasser
ins Laminat gelangen, bei Stahlschiffen Rost an unzugänglichen
Stellen entstehen etc. Für diesen Fall braucht eigentlich
jedes Schiff eine kleine Bilgepumpe. Andererseits sollten auf
jedem seegehenden Schiff Notfall-Lenzpumpen an Bord sein,
wobei Sie sich für die größtmögliche Pumpe entscheiden
sollten, die Sie unterbringen können. Denn selbst durch kleine
Löcher (zwischen 2-3cm), die sich nur einen halben Meter
unterhalb der Wasserlinie befinden, können schnell bis zu
10.000 Liter Wasser pro Stunde ins Schiff eindringen. Diese
Menge kann sich u.U. auch schnell verdoppeln: ein Loch von ca.
5cm Durchmesser in 60 cm Tiefe läßt schon über 20000 Liter pro
Stunde ins Schiff fließen (z.B.ein abgerissenes Seeventil).
Jedes Schiff sollte über zwei unabhängige
Lenzsysteme verfügen oder aber für jede wasserdichte Abteilung
ihres Schiffes ist mindestenseine Pumpe zu installieren.
Selbstverständlich sind alle Pumpen mit einem Saugkorb
auszurüsten. Eine Zentrifugal Bilgepumpe (Tauchpumpe) ist
nicht selbstansaugend und muß daher an der tiefsten Stelle
Ihrer Bilge plaziert werden. Alle eingebauten Pumpen müssengut
zugänglich sein, um sie reinigen und warten zu können. Sie
sollten sich nicht auf eine 12V-Bilgetauchpumpe als Ihre
einzige „Notfall-Pumpe“ verlassen. Installieren Sie auch
mindestens eine große manuelle Membranpumpe. Lenzen Sie
mehrere Abteilungen mit einer Pumpe, so müssen diese jeweils
einzeln durch ein Zweiwegeventil vom Rest des Systems getrennt
werden können, damit die Pumpe keine Luft zieht, wenn ein
Kompartment bereits leer ist. So können Sie sich Zeit
verschaffen, um das Leck zu reparieren, an Land zurückzukehren
oder - im schlimmsten Fall - Vorbereitungen zu treffen, das
Schiff zu verlassen.
Worauf Sie achten sollten:
insbesondere kleine Schiffe brauchen
vernünftige Lenzpumpen, auch wenn es bei ihnen häufig
Installationsprobleme aufgrund von Platzmangel gibt. Eine
gleich große Leckage vorausgesetzt, sind sie gefährdeter als
größere Schiffe:
a.) Durch ihren relativ geringeren Auftrieb.
b.) Wegen des geringeren Freibords, nehmen sie
eher zusätzlich Wasser über Schandeck auf.
c.) Wegen der kleineren Bilge-Kapazität, da
das Wasser eher Kontakt mit Maschine und Elektroinstallation
hat.
Rüsten Sie Ihre Bilge-Pumpe mit einem
Schwimmerschalter aus. Die Verkabelung erfolgt idealerweise
mit Hilfe eines Drei-Wege-Bedienschalters, über den Sie die
Pumpe manuell oder auch automatisch einschalten können.
Verwenden Sie nur Schläuche, die auf der Innenseite glatt
sind, denn geriffelte Oberflächen eduzieren die Pumpenleistung
erheblich. Halten Sie Schlauchleitungen so gerade und so kurz
wie möglich und befestigen Sie alle Schlauchverbinder unter
der Wasserlinie doppelt. Borddurchbrüche gehören über die
Wasserlinie und sollten mit einem Kugelhahn abzusperren sein.
Sind sie dennoch unter Wasser, müssen sie zumindest mit einem
Schwanenhalsversehen werden. Bedenken Sie jedoch bitte, daß
große Höhenunterschiede die Pumpenleistung verringern. Daher
sollte der Abfluß nicht höher als notwendig angebracht sein.
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SICHERHEIT AN BORD UND MANN ÜBER BORD
Zu diesem Thema gibt es zahllose Veröffentlichungen und
Expertenmeinungen. Die Mindestanforderungen an die Besatzung
sind eine gute Seemannschaft und umsichtiges Handeln. Die
Prävention von Unfällen ist eine wichtige Voraussetzung für
eine erfolgreiche Seereise. Neben diesen Anforderungen ist
jedoch der Ausrüstungsstand des Schiffes von entscheidender
Bedeutung! Die Sicherheitsausrüstung für jede Person und für
dasSchiff sollte dabei mindestens folgende Dinge umfassen:
Individuelle Rettungsmittel:
• Rettungsweste, möglichst vollautomatisch mit
ausreichendem Auftrieb. Soll die Rettungsweste zuverlässig
auch mit Ölzeug (Schwerwetterkleidung) funktionieren, so ist
eine Weste mit 275N Auftrieb zu empfehlen.
• Lifeline mit 2 (besser 3) Karabinerhaken
• Persönlicher Taschenblitz / Notblitzgeräte
• Evtl. persönliches Nico-Signal
• Ausreichend Reflexstreifen in gutem Zustand
am Ölzeug (auch hier kann es ruhig mehr sein)
Rettungsmittel Schiff:
• Rettungsring / -kragen mit automatischer
Lampe
• Rettungsboje mit Wimpel und/oder Licht
• Leinenrolle mit mindestens 100 m.
Schwimmleine
• Life Link Rettungssystem
• Strecktaue an Deck für schlechtes Wetter
• Rettungsinsel, wobei Größe und Ausstattung
variabel ist und nicht zuletzt vom Fahrtgebiet abhängt.
• Seenotraketen etc. in ausreichendem Umfang.
• Für längere Seereisen sollte die
Sicherheitsausrüstung ergänzt werden: EPIRB,
UKW-Handfunkgerät, Frischwasser in Kanister, zusätzliche
Seenotraketen, Notfall-Überlebensrationen, Medikamente gegen
Seekrankheit etc. Möglichst alles im wasserdichtem Behälter
zum Mitnehmen in die Insel/Beiboot. Diese Liste läßt sich nach
persönlichen Erfahrungen und individuellen Bedürfnissen
entsprechend modifizieren.
Die Literatur füllt Regale zu diesem Thema.
Fest steht hingegen, dass dem Über-Bord-Gefallenen eine
Markierungsboje, ein Rettungsring incl. Notblitz oder - licht
mit Schwimmleine o.ä. hinterher geworfen werden sollte. Hier
gilt die einfache Regel, dass es ruhig mehr als zu wenig sein
kann, um den Mitsegler auf gar keinen Fall aus den Augen zu
verlieren. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass
sobald der visuelle Kontakt zu der Person abgerissen ist, die
Wahrscheinlichkeit einer Rettung dramatisch sinkt.
Ein großes Problem ist es oft, den
Über-Bord-Gefallenen sicher wieder an Deck zu bekommen. Für
diese Zwecke eignen sich Rescue- oder sogenannte
Life-Sling-Systeme gut, da es schwierig ist, sich einen
Palstek o.ä. während des Schwimmens um den Körper zu binden.
Ein Umstand, den man dabei nicht vernachlässigen sollte, ist
die Tatsache der Unterkühlung. Schon nach relativ kurzer Zeit
sind selbst geübte Schwimmer und trainierte Personen nicht
mehr in der Lage vernünftig zu schwimmen, zielgerichtet zu
denken, Leitern zu benutzen, zu kommunizieren, Knoten zu
binden oder einfach nur abzuwarten.
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BRANDBEKÄMPFUNG / BRANDKLASSEN / FEUERLÖSCHER
Brände
an Bord werden häufig unterschätzt, obwohl sie verheerende
Folgen für Schiff und Besatzung haben. Außer einer
funktionsfähigen Ausrüstung zur Brandbekämpfung und einer
ausreichenden Anzahl von Feuerlöschern ist auch eine
Ausbildung im fachgerechten Umgang mit Feuerlöschmitteln
besonders wichtig zur Rettung von Schiff und Leben. Je eher
die Brandbekämpfung erfolgt, desto größer ist die Chance, das
Feuer erfolgreich zu löschen. Grundsätzlich unterscheidet man
bei Bränden 5
Brandklassen:
Klasse A:
Brände fester Stoffe
wie Holz, Papieroder Textilien.
Klasse B:
Brände flüssiger oder
flüssig werdender Stoffe wie Benzin, Öl oder Fetten.
Klasse C:
Brände von Gasen wie
Methan oder Propan.
Klasse D:
Brände von Metallen
wie Magnesium oder Natrium.
Klasse F:
Brände von Speiseölen
und Fetten.
Pulverlöscher:
Zugelassen für Brände
der Klassen A, B und C. Schlagartig eintretender Löscheffekt
und hohe Löschleistung durch Ersticken des Feuers. Eine
Brandbekämpfung bei elektrischen Anlagen bis 1000 Volt ist
möglich bei Mindestabstand von 1 m.
Schaumlöscher:
zugelassen für Brände
der Klassen A und B. Schaumlöschmittel sind vorwiegend zur
Bekämpfung von Oberflächenbränden geeignet. Die hervorragende
Löscheigenschaften durch das Ersticken des Feuers gelten auch
für Brände der Klasse A. Ein weiterer Vorteil sind minimale
Reinigungsarbeiten nach dem Löschen des Brandes.
CO²-Löscher:
zugelassen für Brände
der Klasse B. Kohlendioxid wird aufgrund seiner Eigenschaften
meist nur in geschlossenen Räumen eingesetzt. Die Löschwirkung
erfolgt durch Verdrängen des Sauerstoffes. CO²-Löscher eignen
sich hervorragend zum Löschen von Elektroanlagen, Diesel und
Benzinbränden.
Prävention:
die Verhinderung
eines Brandes an Bord ist extrem wichtig, da eine erfolgreiche
Brandbekämpfung dort oftmals schwierig ist. Wir empfehlen
mindestens einen Feuerlöscher in der Pantry, einen im
Vorschiff und einen im Cockpit. Größere Schiffe sollten noch
jeweils einen Feuerlöscher im Maschinenraum sowie einen im
Decksbereich mitführen. Bitte denken Sie bei der Platzierung
der Löscher an die oftmals starke Rauchentwicklung im
Brandfall. Eine Axt und ein sog. „Kuhfuß“ sollten bei Ihrer
Feuerlöschausrüstung keinesfalls fehlen!
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SPACHTELMASSE
Spachtelmassen
dienen zum Ausgleich von Unebenheiten nach dem Schleifen; Aber
auch zum Füllen vonLöchern (z.B. Osmoseblasen) werden
Spachtelmassen eingesetzt. Die verschiedenen Spachtelmassen
unterscheiden sich in ihren Eigenschaften, z.B. der
Wasserbeständigkeit, der Aushärtungsdauer und der
Schleifbarkeit.
Generell sollten Sie im Unterwasserbereich und
auf größeren Flächen nur Epoxyd-Harz Spachtel
einsetzen.
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oben
SENDEKEGEL VON FISCHFINDER
Beim
Thema Fishfinder tauchen immer wieder Fragen zur Sendefrequenz
und zum Sendekegel bzw. zur Ausbreitung das Fishfinder-Signals
auf. Jede Frequenz hat ihren Vorteil: Normalerweise werden im
Binnen und Küstenbereich für Wassertiefen bis ca. 100m Geber
mit 200kHz eingesetzt. Sie erreichen mit dieser Frequenz mehr
Details, eine bessere Flachwassermessung und bei schneller
Fahrt weniger Störgeräusche. Ein 50kHz Sonar dringt bei
gleichen Bedienungen in größere Wassertiefen vor. In
Abhängigkeit der Sendeleistung werden Tiefen von bis zu 1.000m
erreicht. Die Auflösung, Detailreichtum ist jedoch deutlich
geringer. Ein 83kHz-Schwinger arbeitet jedoch mit einen
breiterem Sendekegel, somit verbunden wird eine bessere
„Ausleuchtung“ des Meeresboden erreicht. Viele Angler und
Fischer bevorzugen daher diese Frequenz, bzw. entscheiden sich
für Geräte mit umschaltbaren Schwingern. Oftmals hören wir von
unseren Kunden die Frage „wie weit guckt ein Fishfinder
voraus“ - Da macht kein Fischfinder.
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